Wir sitzen alle im selben Boot

Wir lesen viel über die Probleme der Pflichtschüler*innen und Maturant*innen in den Medien, Student*innen kommen da kaum vor, obwohl Corona auch für erwachsene Lernende eine hohe Hürde darstellt. Herausforderung ist das große Schlagwort in den folgenden Statements von Lehrkräften und Student*innen am Kolleg für Sozialpädagogik. Wie funktioniert Distance-Learning für Menschen, deren Hauptbeschäftigung das Pflegen von sozialen Beziehungen, Interaktion und Begegnungen mit anderen ausmacht?

Lies darüber, dass sich manche nach Prüfungen sehnen, dass Rückhalt wieder optimistisch machen kann, warum beim gemeinsamen Musikunterricht das Mikrofon aus bleiben muss, dass die Lehrkräfte "ihre" Studierenden vermissen und wie man mit viel Flexibilität, Struktur und Kommunikation trotzdem das Beste aus der Situation macht. 

Ständig reagieren

"Wir sitzen alle im selben Boot und mein Ziel ist es, alle Beteiligten (Lehrende, Studierende) in den sicheren Hafen zu bringen - es soll niemand auf der Strecke bleiben. Gerade in herausfordernden Zeiten brauchen wir Sicherheit durch Struktur, klare Anweisungen, ein offenes Ohr, Zeit für Gespräche und ein wenig Gelassenheit.
Wir haben binnen kurzer Zeit Systeme umgestellt und eine Lernplattform für Distance Learning implementiert. Für das Interesse und die Bereitschaft dafür möchte ich mich bei allen recht herzlich bedanken.

Die wohl größte Herausforderung als Schulleiterin ist das Umsetzen der von der Regierung vorgegebenen Maßnahmen innerhalb kürzester Zeit. Die Verordnungen vom BMBWF kommen nach wie vor kurz vor ihrer Wirksamkeit, eine Realisierung innerhalb der Zeit ist undenkbar. Ich handle oft gleich nach Aussagen von Pressekonferenzen, ansonsten wäre das nicht schaffbar.“

Informationen

über unsere Ausbildung finden Sie unter www.spk-linz.at. Ich stehe Ihnen gerne jeder Zeit für ein Informationsgespräch per Telefon (0732-77 26 66-4753) zur Verfügung oder Sie können uns gerne ein E-Mail schreiben!
Schulleitung, Dipl.-Päd. Barbara Gut, BEd

Immer eine Lösung gefunden

„Meiner Meinung nach hat die Kommunikation zwischen Schüler*innen und Lehrer*innen wie umgekehrt sehr gut funktioniert. Wir konnten mit allen Problemen zu den Lehrer*innen kommen und haben immer eine Lösung gefunden. Schwer war es, die eigene Motivation für die Arbeitsaufträge zu finden. Die persönlichen sozialen Kontakte sind mir sehr abgegangen.“
Lisa Bloderer, Tagesform 1. Semester

Distance-Learning muss man lernen (Bild: rawpixel.com)

Überforderung - Veränderung - Klarheit

“Die Situation ist für uns alle eine herausfordernde. Als Studierende fühlte ich mich gerade zu Beginn des ersten und zweiten Lockdowns überfordert und machtlos. Es liegt nicht speziell an bestimmten Personen, ich denke es liegt einfach daran, dass es so eine Situation noch nie für uns gab. Ich habe das Gefühl, dass alle die ich kenne und mit denen ich auch im Studium oder in der Arbeit zu tun habe, nach bestem Wissen und Gewissen handeln. Die Lockdowns bedeuten eine Veränderung des Schulsystems. Die Digitalisierung wird sich meiner Meinung nach noch mehr ins Schulsystem integrieren. Für mich ist der Online-Unterricht die beste Variante vom Distance-Learning, wobei dies leider nicht in jedem Fach möglich ist. Stattdessen gibt es mehr Arbeitsaufträge. Diese sind zwar zeitlich großteils angemessen, aber man nimmt sich einfach nicht so viel Erfahrung und Wissen davon mit. Es geht der tolle praxisorientiere Unterricht leider etwas verloren. Ich habe das Gefühl, dass die Lehrer*innen versuchen uns als Student*innen in der Situation gut zu unterstützen und sie haben immer ein offenes Ohr für unsere Anliegen. Beim ersten Lockdown war keine offizielle Kommunikations-Plattform gewählt und daher bin ich sehr froh, dass sich das bis zum zweiten Lockdown geändert hat. Es herrscht nun Klarheit und eine gute Kommunikation. Im Großen und Ganzen finde ich, dass wir in Österreich das beste aus der Situation machen und ich bin gespannt, wie sich durch die Pandemie das Leben und das Schulsystem weiterentwickeln.”
Melissa Modl, Berufsbegleitender Lehrgang 5. Semester

Studierende leisten wichtige Unterstützung

Als uns im Kolleg für Sozialpädagogik der erste Lockdown vor ganz neue Herausforderungen stellte, stand ein Teil unserer Studierenden kurz vor dem Praktikum. Wie aber sollten wir mit der Situation umgehen? Wir legten viel in den Bereich der Eigenverantwortung. Rund 50% der Studierenden entschieden sich bzw. bekamen die Möglichkeit, ein Praktikum zu absolvieren. Verantwortungsvoll unterstützten sie in der Krise sozialpädagogische Einrichtungen und reiften durch wertvolle Erfahrungen. Derselbe Jahrgang war nun im Herbst wieder betroffen und beinahe alle Studierenden sind zurzeit im Praktikum. Ich hoffe sehr, dass diese Gratwanderung gelingt. Sie tun das, was alle im Beruf stehende Sozialpädagog*innen und tun, sie lernen mit der Krise zu leben und sind Kindern und Jugendlichen eine wichtige Stütze.
Brigitte Pötzlberger, Praxiskoordinatorin

Distance-Learning - individueller Zugang

Als Klassenvorständin ist es mir wichtig, dass unserer Studierenden lernen, den (Schul)Tag gut zu strukturieren, um dem Online-Unterricht und den Arbeitsaufträgen gerecht zu werden. Die ‚Aufschieberistis‘ (Prokrastination) anzuwenden, hat Vor- und Nachteile. Es zeigen sich in dieser Zeit die unterschiedlichsten Herangehensweisen:

  • Jene Gruppe, die sich einem enormen Druck aussetzt, um so schnell als möglich alles abzuarbeiten. Diese vergisst dabei fallweise, auf sich selbst zu achten.
  • Jene Gruppe, die sich Zeit lässt und dabei übersieht, dass der Berg an Aufgaben die Eigenschaft hat, ein enormes Wachstum zu entwickeln - auch hier entsteht, wenn auch später, ein enormer Druck.
  • Jene Gruppe, die sich so gut als möglich an den auch im Lockdown geltenden Stundenplan hält und so vermeidet, dass überhaupt ein unüberschaubarer Aufgabenberg heranwachsen kann.

In den eingeführten Online-Klassenvorstandsstunden versuchen wir, die positiven Seiten der verschiedenen Vorgehensarten herauszufiltern und personenbezogen einzusetzen. So individuell der einzelne Mensch ist, so individuell ist auch seine Art und Weise, den Herausforderungen des distance-learning gegenüberzutreten.“
Mag. (FH) Beate Antesberger, BEd

Vorfreude auf die Studierenden

„Im Frühjahr war das Arbeiten mit einem quasi “neuen Medium” äußerst ungewohnt. Da ich meinen Unterricht bis zu diesem Zeitpunkt immer “face to face” abgehalten habe, hatte ich anfänglich Schwierigkeiten mich auf reine elektronische Kommunikation zu beschränken/ einzustellen. Eine Schwierigkeit war auch die Verwendung unterschiedlicher Online-Plattformen durch die Studierenden und mich – hier konnte man schnell den Überblick verlieren.
Im Laufe der Zeit – und dank einiger Schulungen (auch online) - habe ich mich aber daran gewöhnt mit den Studierenden den Unterricht auch per Videomeeting abzuhalten.
Da wir uns im Vorfeld auf die Verwendung einer online-Plattform geeinigt hatten konnte der OnlineUnterricht im zweiten Lockdown problemlos starten und auch abgehalten werden. Sehr positiv ist hier die Anwesenheit und die Lernbereitschaft der Studierenden während des Unterrichts zu sehen.
Als Klassenvorstand finde ich es sehr gut, dass einmal in der Woche fixe KV-Stunden eingeführt worden sind, damit ein zusätzlicher Austausch über Video möglich ist – auch diese Stunden werden von den Studierenden überwiegend genutzt.
Meine Erfahrungen mit dem Online-Unterricht kann ich im Großen und Ganzen als positiv beschreiben. Dennoch freue ich mich schon sehr darauf, meine Studierenden wieder von Angesicht zu Angesicht im Hörsaal zu sehen.“
Mag. Tobias Jerger

Rückhalt macht optimistisch

„Für mich war die Umstellung auf Distance-Learning zu Beginn eine große Herausforderung.Ich war verunsichert, ob alles so funktioniert, wie es funktionieren soll. Auch die immer wieder erneuerten Vorschriften der Regierung hat das Planen erschwert, da niemand zu Beginn gewusst hat, wie nun alles ablaufen soll. Allerdings bin ich unseren Lehrer*innen sehr dankbar, die sich stets darum bemüht haben, das Beste aus der Situation zu machen. Ich bin sehr froh darüber, dass wir von vielen Lehrkräften Arbeitsaufträge bekommen, die wir individuell abarbeiten können und nicht den ganzen Tag vor den Computern sitzen müssen und ‘Unterricht’ haben.
Herausforderungen und Probleme gibt es meines Erachtens oftmals bei vereinzeltem Online-Unterricht bezüglich der Internetverbindung. Auch gehen mir persönlich die sozialen Kontakte und das miteinander ab.
Ich finde, dass die Kommunikation mit den Lehrer*innen sehr gut funktioniert, da sie immer erreichbar sind, für etwaige Fragen oder Anliegen zur Verfügung stehen und diese so rasch wie möglich beantworten. Das gibt mir Sicherheit und ermöglicht mir, dass ich optimistisch auf die weiteren Wochen blicken kann.“
Jana Pfarrhofer, Tagesform 1. Semester

Lernend und Lehrende müssen flexibel (Bild: rawpixel.com)

Über Sportunterricht und die Krux mit der Verfügbarkeit

"Da ich in den letzten Jahren seit der Geburt meiner Kinder ausschließlich das Fach „Bewegung und Sport“ unterrichtete, war ich dem digitalen Medium als Mittel im Unterricht wahrscheinlich ferner denn sonst jemand anderes. Im Lockdown 1 im März war es in meinem Fach nicht nur deshalb naheliegend, den Studierenden ein Bewegungstagebuch führen zu lassen, denn nicht nur den Geist gilt es zu beschäftigen, sondern auch den Körper, was mir nicht minder bedeutsam erscheint (frei nach dem Motto „Vogel fliegt, Fisch schwimmt, Mensch läuft“ – Emil Zatopek, tschechischer Leichtathlet).
Im Lockdown 2, in welchem wir uns nach wie vor befinden, habe ich es in „Bewegung und Sport“ wieder so gehandhabt, da die Rückmeldungen zum Führen des Tagebuchs als Gegenpol zu den sonst vorwiegend sitzenden Tätigkeiten am Computer im Frühjahr von positiv bis begeistert waren.
In meinem seit diesem Herbst nun „neu gewonnen“ Fach „Lernbegleitung Englisch“ habe ich zeitlich ziemlich strikt am Stundenplan festgehalten, was die Stellung des Arbeitsauftrages wie auch die verlangte Abgabe der Studierenden betrifft. Meinen wöchentlich neu definierten Arbeitsauftrag habe ich auch im Umfang von dieser einen Wochenstunde Englisch gestellt. Bis auf ganz wenige Ausnahmen hat es sehr gut funktioniert und ich würde es wieder so machen.
Die Kommunikation in Form von Feedback, usw. vor allem mit einzelnen Studierenden gestaltete sich in meinen Fächern auf digitaler Ebene intensiver als sonst, da in Zeiten des Präsenzunterrichts ein kommunikativer Austausch aus zeitlichen Gründen in einer Unterrichtsstunde nicht in dem Maß stattfinden kann wie es in der zeitlich scheinbar unbegrenzten Zeit der digitalen Fernlehre möglich ist.
Hier wird dafür aber vielleicht auch manchmal erwartet, zu jeder Tages- und Nachtzeit Antworten auf Fragen zu geben, was natürlich auch unter Druck setzen kann. Hier habe ich gelernt, dass ich nicht permanent online verfügbar sein muss und nicht jede Frage sofort beantwortet werden muss, sondern dass digitale Auszeiten äußerst wichtig sind.
Fazit: Meiner Meinung nach hat es, auch dank der gemeinsamen, transparenten Organisation auf MS Teams, sehr gut funktioniert, sowohl auf Lehrer*innenseite wie auch auf Seiten der Studierenden! Dennoch freue ich mich auch wieder auf echten, authentischen Austausch und Unterricht in Präsenz!“
Dipl.Päd. Kerstin Mittermaier, BEd

So läuft die schriftliche Prüfung ab

Wenn man sich Schularbeiten wünscht

Der erste Lockdown hat meine Denkweise, Lebensweise und überhaupt mich als Person stark beeinflusst und verändert. Dass ich als Studentin und Mutter so viel Flexibilität besitzen kann, war mir bisher neu. Obwohl die Situation mit großen Ängsten und Ungewissheit verbunden war, würde ich sagen, dass sie in jeder Hinsicht meine Kompetenzen erweitert hat.
Der Online-Unterricht war gut organisiert, die Lehrer*innen zeigten großes Verständnis und enorme Hilfsbereitschaft und vor allem Menschlichkeit. Wir als Schüler mussten uns gut strukturieren und organisieren können, um unter Stress auch effektiv zu lernen.
Ich finde es ehrlich gesagt schade, dass Schularbeiten nicht stattfanden. Ich habe das Gefühl, dass wir dadurch qualitativ beschädigt wurden, weil wir (ich spreche von der Mehrheit) nicht so gründlich lernten, wie wir es sonst machen würden.
Der jetzige Online-Unterricht wird sehr gut durchgeführt, mit viel mehr Videokommunikation, was beim ersten Lockdown nicht der Fall war. Das ist aber wichtig, weil es uns die Möglichkeit gibt, uns zu sehen und die digitale Welt zu “überwinden”, was in sozialen Schulen und Berufen meiner Meinung nach extrem wichtig ist.”
Amela Skrgic, Berufsbegleitender Lehrgang 5. Semester

Struktur vorhanden, Miteinander fehlt

„Ich fand das Distance-Learning anfangs sehr merkwürdig, und brauchte ein bisschen Zeit mich daran zu gewöhnen und zu organisieren. Man merkte auch, dass die Schule schon Distance-Learning “erprobt” ist und uns so die Lehrkräfte sehr gut “anleiten” konnten und immer Antworten auf unsere Fragen hatten. Was ich sehr zu schätzen lernte, ist das meist sehr ausführliche Feedback, das wir von beinahe jeder Lehrkraft zu all unseren erledigten Arbeitsaufträgen bekommen. Hat man dann eine gewisse Struktur gefunden, ist das Distance-Learning auch gut schaffbar und ich genoss es mir meine Sachen selbst einteilen zu können, allerdings begann mir der Austausch und das Miteinander in der Klasse zu fehlen.“
Gunda Soyka, Tagesform 1. Semester

Online-Treffen können persönliche Begegnungen nicht ersetzen (Bild: rawpixel.com)

Gemeinschaftsgefühl trotz Trennung

“Da ich in der Zeit des ersten Lockdowns keine Studierende am Kolleg war, habe ich leider keinen Vergleich zu den Anfängen im Distance Learnings.
Ich persönlich finde, dass die Lernplattform, mit der wir arbeiten, gut strukturiert ist. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, da alles noch sehr ungewohnt für mich war, fand ich mich dann doch sehr schnell zurecht.
Die Arbeitsaufträge werden zeitgerecht online gestellt und es ist immer klar formuliert, was zu tun ist. Bei Fragen stehen die Lehrpersonen jederzeit zur Verfügung und es wird sehr viel Unterstützung geboten. Die individuellen Rückmeldungen zu den ausgearbeiteten Aufträgen erleichtern es sehr, sich auch zu Hause zu motivieren und sein Bestes zu geben.
Außerdem schätze ich den Online Unterricht und die Klassenvorstand-Stunden. So hat man die Möglichkeit, sich gegenseitig zu sehen und persönlich auszutauschen.
Als Studierende fühle ich mich am Kolleg in diesen schwierigen Zeiten gut aufgehoben und unterstützt.
Ich bin froh, dass wir trotz der physischen Trennung voneinander mit einem Gefühl von Gemeinschaft unsere Ausbildung weitermachen und abschließen können.”
Melanie Klimo, Tagesform 3. Semester

Weiter viele Fragezeichen

„Als Schülerin des Ersten Semesters ist es zwar eine große Herausforderung neben der relativ kurzen Eingewöhnungszeit nun auf Distance Learning umzusteigen, jedoch ist das Bemühen seitens der
Lehrkräfte bemerkbar und erleichtert die Situation.
Vor allem am Beginn der Umstellung war es eine große Herausforderung, da seitens der Regierung immer wieder neue Vorschriften kamen, welche jedoch meist nicht fertig analysiert wurden bzw. schwer umgesetzt werden konnten. Dieses führte zu noch mehr Unsicherheiten sowie offene Fragen aller Beteiligten, die meist nur mit abwarten und Geduld gelöst werden konnten.
Meiner Meinung nach hat sich die Situation im Laufe der Zeit etwas verbessert, und auch einige Unklarheiten konnten durch die gute Zusammenarbeit geklärt werden. Es ist für alle eine große Herausforderung mit nach wie vor vielen Fragezeichen wie es in Zukunft weitergehen wird, jedoch blicke ich optimistisch auf die kommende Zeit.“
Karina Wöran, Tagesform 1. Semester

Gitarre online üben

Musikunterricht online

„Eine wichtige Entscheidung für den 2. Lockdown war, sich auf eine digitale Plattform zur Kommunikation zu einigen. Durch die seit dem 1. Lockdown gesammelten Erfahrungen werden nun auch die vielen Möglichkeiten, die diese bietet, konsequent und sinnvoll von Lehrenden und Studierenden genutzt und tragen so zu besserer Übersicht und Transparenz bei. Um auch immer wieder in Kontakt und im Austausch zu bleiben, haben sich die neu eingeführten Video-KV-Stunden sehr bewährt.
Den Musikunterricht im Lockdown gestalte ich hauptsächlich mit Arbeitsaufträgen, ergänzt  durch Videounterricht für die Musiktheorie. Bei den Aufträgen ist der Schwerpunkt die Ermutigung zum Kreativsein, die Sensibilisierung der eigenen Wahrnehmung und v.a. die persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema. Videos von gängigen Plattformen setze ich dabei gerne als motivierende Impulse ein.
Der Gitarrenunterricht findet in Kleingruppen per Videokonferenz statt und funktioniert überraschend gut. Zwar sind gemeinsames Spielen und Singen wegen der Latenz nur bei deaktiviertem Mikrofon der Studierenden möglich, aber man erkennt auch am Gesichtsausdruck, ob alle gut dabei sind oder ob noch Hilfestellungen benötigt werden.“
Dipl.Päd. Martin Reisinger

Zeit und Raum - auch online

„Zuerst war große Unsicherheit in meinem Kopf, wie das ganze funktionieren soll. Dank der großen Auswahl an Kommunikationsmittel und Lehrplattformen gestaltet sich das aber problemfrei. Sehr angenehm finde ich die wöchentlichen Online-Meetings mit unserem Klassenvorstand. Dort ist Zeit, um Fragen zu stellen und Probleme besprechen zu können.“
Michael Lesterl, Berufsbegleitender Lehrgang 1. Semester

weiter in Austausch bleiben

„Die plötzliche Veränderung vom gewohnten „Persönlichen Miteinander und Gemeinsam“ zu „bleiben Sie daheim“ kam doch sehr spontan und da der Mensch ja bekanntlich ein Gewohnheitstier ist, kam es dadurch auch bei vielen zu Stress und teilweise zur Überforderung.
Die ersten Wochen ab Mitte März waren etwas chaotisch und es benötigte einiges an Zeit, bis langsam eine Transparenz bzgl. der schulischen Abläufe entstanden ist.
Eine Kommunikation zwischen Studierenden und Lehrer fand jedoch immer auf irgendeine Weise statt, ob per Mail oder über die entsprechende Schulplattform oder auch im Notfall telefonisch.
Der Unterschied vom ersten Lockdown zur Gegenwart zeigt sich darin, dass sich auf der Schulplattform klare Strukturen finden und die Anwendung - egal ob von den Lehrkräften oder den Studierenden – aus meiner Sicht besser funktioniert.
Für mich persönlich bestehen keine anderen Herausforderungen als zuvor. Die Lehrinhalte sind zu lernen, ob dies nun in Form von Präsenzunterricht oder in Eigenstudium stattfindet, ändert die Tatsache des aktiven Lernens nicht. Ein Problem besteht für mich ebenfalls nicht.
Der Austausch und der Informationsfluss sind aus meiner Sicht das Wichtigste und solange man mit Kolleg*innen und Lehrkräften in Verbindung bleibt, sollte es auch zu keinen Problemen kommen. Mittels der regelmäßigen Videokonferenzen vergisst man auch nicht, wie die Gesichter der Kolleg*innen und natürlich auch der Lehrkräfte aussehen, obwohl ein virtuelles Treffen einen persönlichen Austausch nicht zur Gänze ersetzen kann.
Ein wichtiger Punkt ist noch die klare Definition eines Kommunikationskanals der von allen zu verwenden ist, um Unklarheiten am besten Fall von vornherein zu vermeiden. 
Ich denke, wenn man Informationen als externe Person über das Kolleg benötigt, erhält man diese, indem man sich per Mail oder telefonisch mit Direktion oder dem Sekretariat in Verbindung setzt. Durch die Weiterleitung der Information über diesen Blog-Beitrages steht selbst dem Kontakt zu den Studierenden nichts im Weg.
Marion Traxler, Berufsbegleitender Lehrgang 5. Semester

Corona hat alles verändert (Bild: rawpixel.com)

Positives kann man mitnehmen

„Fernlehre, Home-Schooling, Distance-Learning – egal wie man es bezeichnet, es ist eine große Herausforderung für alle Beteiligten. Ich für meinen Teil kann sagen, dass es beim 1. Lockdown wesentlich schwieriger war, dies alles zu bewerkstelligen. Nach einigen Schulungen und vielen Austauschgesprächen im Kollegium, ist das Arbeiten mit MS Teams immer einfacher geworden. So haben wir begonnen auch ohne “Distance-Learning” über diese Plattform zu arbeiten und ich muss sagen, dass es Vieles leichter macht. Natürlich ist dadurch die Abwicklung im 2. Lockdown wesentlich besser und routinierter geworden. Ohne nachzudenken hält man Online-Unterricht – erteilt Aufträge – verbessert online – kommentiert online – es ist fast schon „normal“. Also ich persönlich kann sagen, dass wir trotz der schwierigen Situation viel Positives mitnehmen konnten.
Natürlich ist auch ein gutes Funktionieren von Distance-Learning niemals mit einem normalen Schulalltag vergleichbar, denn nichts ist wichtiger als der persönliche Kontakt. Genau auf diesen freue ich mich schon sehr!“
Dipl. Päd. Andrea Panhofer, BEd

Feedback großartig umgesetzt

„Der erste Lockdown war für alle eine Herausforderung. Die gegebenen Umstände sorgten dafür, dass wir ein ganzes Semester voneinander getrennt und isoliert waren. Das Distance Learning war für mich unpersönlich und monoton, da wir kaum Online-Meetings hatten. Im Gegensatz zu damals, ist es jetzt viel besser geworden. Wir bekommen individuelle Rückmeldungen für alle ausgearbeiteten Aufträge und machen auch mehr Online-Unterricht. Natürlich bleibt die Herausforderung, sich selbst motivieren zu können, wenn man allein zuhause ist, doch die bereits genannten Verbesserungen helfen dabei.
Vor allem die Online-Meetings funktionieren sehr gut, da sie eine ruhige Atmosphäre bieten und jeder zum Sprechen kommt. Ich als Studierende finde, dass die Lehrpersonen unser Feedback nach dem ersten Lockdown großartig umgesetzt haben und sie auch auf unsere Wünsche und Bedürfnisse eingegangen sind.“
Katharina Pöllhuber, Tagesform 3. Semester

Klassenkolleg*innen kennenlernen

„Ich komme derzeit gut mit der Situation Distance Learning klar. Wir arbeiten mit MS-Teams, es ist eine tolle Plattform, die wirklich viel kann, wenn man sich damit beschäftigt und sich darauf einlässt.
Vor kurzer Zeit durften wir zu dritt eine Power Point Präsentation über MS-Teams abhalten und wir waren überrascht, wie gut es funktioniert hat. Ich bin sehr froh, dass der Lockdown erst Anfang November begonnen hat und wir somit unsere Klassenkolleg*innen noch persönlich kennen lernen durften. Die 1 ½ Monate, die wir gemeinsam in der Klasse verbringen durften, waren sehr wichtig, somit funktioniert auch jetzt der Austausch sehr gut. Einen Vorteil am Distance Learning sehe ich darin, dass ich mir das Fahren zur Schule erspare. Mein Schulweg beträgt ca. 1h 10 Min und ich schätze die Zeit, die ich mir derzeit erspare, sehr. Ich hoffe dennoch, dass sich bald wieder alles zum Alten entwickelt und wir zumindest das 2. Semester „normal“ in der Schule verbringen dürfen.“
EvaMaria Oismüller, Berufsbegleitender Lehrgang 1. Semester

Auch Frustration gab es

„Ich bin froh, dass wir alle dieselbe Plattform verwenden, um digital zu kommunizieren. Das macht alles schon sehr viel einfacher. MS-Teams erleichtert das Distance Learning und man kann damit schon einige Wochen überbrücken. Da leider unter Aufgaben nur ein Bruchteil, der zu erledigenden Arbeiten, eingetragen wird, funktioniert das Arbeiten im Distance Learning leider nicht so gut, wie es der Fall sein könnte. Ich habe momentan den Überblick verloren über die vielen Ersatzleistungen und Aufgaben. Diesen wieder zu finden ist im Distance Learning, mit den vielen Mails, Ordnern, Chats, usw., ist gar nicht so leicht.
Ich würde es begrüßen, wenn man anstatt Ersatzleistungen, deren Erledigung oftmals sehr zeitaufwendig ist, regulären Unterricht in digitaler Form machen würde. Leider ist das sehr selten der Fall und somit verbringe ich viel Zeit alleine von dem Bildschirm. Das ist manchmal etwas frustrierend und erzeugt ein kleines, temporäres Unwohlsein.
Ich bin froh, dass der Lockdown bald vorüber sein wird und ich meinen Professor*innen und Kolleg*innen wieder in der realen Welt begegnen kann!!!“
Romano Cembran, Berufsbegleitender Lehrgang 1. Semester

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