Porträtfoto von Kerstin Hahn
(c) Kinderfreunde OÖ

Pädagogisch Neue Wege gehen

Interview mit Kerstin Hahn

Wie sieht ein Arbeitstag für dich als Teamleitung der pädagogischen Qualitätsentwicklung und -sicherung bei den Familienzentren aus?

Mein Arbeitstag ist sehr abwechslungsreich – und genau das liebe ich an meiner Arbeit!
Als Teamleitung begleite und steuere ich gemeinsam mit meinem großartigen, fachkompetenten Team viele Prozesse rund um pädagogische Qualität, Bildung und gelebte Wertehaltung in unseren elementarpädagogischen Einrichtungen in ganz Oberösterreich.

Ich leite das Team der Pädagogischen Qualitätsentwicklung und -sicherung, begleite Teams und Leitungskräfte, arbeite an pädagogischen Konzepten und Fortbildungen und bin Ansprechperson für vielfältige Themen – etwa Integration, Kinderschutz, Kinderrechte, Kooperation Netzwerkarbeit, Dokumentation und Evaluierung von Themenfeldern, Erweiterungen, Schließungen und Neubau- Sanierungsprojekte.

Ein besonderer Schwerpunkt meiner Arbeit liegt in der Verankerung und Begleitung des Kinderperspektivenansatzes in unseren Einrichtungen.
Ziel ist es, eine Pädagogik zu stärken, die Kinder aktiv mitdenkt, ihre Sichtweisen ernst nimmt und sie als Mitgestalter ihres Alltags versteht – ganz im Sinne einer wertschätzenden und kindzentrierten Bildungsarbeit.

Darüber hinaus bin ich für Prozessgestaltung und Qualitätsentwicklung zuständig – also für Strukturen, die Pädagog:innen und Führungskräfte in ihrer täglichen Arbeit stärken und Orientierung geben.

Die vielseitigen Aufgaben sind zeitfüllend, und es ist wichtig, allen Anforderungen gerecht zu werden – das erfordert ein gutes Zeitmanagement, klare Prioritäten und Organisationstalent.

Im Mittelpunkt steht dabei immer die Bildung in unseren elementarpädagogischen Einrichtungen – Bildung, die jedem einzelnen Kind wie auch der gesamten Kindergruppe zugutekommt.
Ich sehe meine Rolle darin, unsere Führungskräfte durch wertschätzendes Mentoring und enge Begleitung auf Augenhöhe zu unterstützen und gemeinsam Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen pädagogische Qualität, Kinderschutz und Kinderrechte selbstverständlich gelebt werden können.

Was begeistert dich an deinem Job?

Mich begeistert, dass ich tagtäglich dazu beitragen darf, dass Bildung in unseren Einrichtungen zeitaktuell und aktiv bleibt – als etwas, das Kinder stärkt, Neugier weckt und Best möglichste Entwicklung ermöglicht.

Ich sehe meine Aufgabe darin, die pädagogischen Teams dabei zu unterstützen, gute Rahmenbedingungen für gelingende pädagogische Arbeit zu entwickeln.

Besonders schön finde ich, wenn ich miterlebe, wie Teams Pädagogisch neue Wege gehen, ihre pädagogische Haltung weiterentwickeln und dadurch Qualität sichtbar wird.

Es erfüllt mich mit Freude, Prozesse zu begleiten, die den Kindern wie auch den pädagogischen Teams zugutekommen.

Gute Qualität entsteht durch Vertrauen, gemeinsame Reflexion und Begeisterung für Bildung – und genau das dürfen wir täglich in unserer täglichen Arbeit mitgestalten.

Was sollte man für deinen Job mitbringen?

Man sollte Freude und Interesse an der Pädagogik haben – und darin begeistert sein, im Team und im gemeinsamen Arbeiten und im Austausch, gemeinsam etwas zu vorwärtszubewegen.

Begeisterung, Neugier und Offenheit sind genauso wichtig wie eine gute Fachkompetenz und ein klarer Blick für die Weiterentwicklung pädagogischer Qualität.

Was sind die größten Herausforderungen in deinem Beruf?

Eine der größten Herausforderungen ist es, pädagogische Qualität langfristig zu entwickeln in einer Zeit, in der sich gesellschaftliche und pädagogische Anforderungen ständig verändern.

Es geht darum, pädagogische Ausrichtungen, Haltungen und Bildungsimpulse immer wieder neu zu denken und gleichzeitig Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen Teams gut arbeiten können.

Die Vielfalt der Themen – von Integration über Kinderschutz bis zur Prozessentwicklung – erfordert viel Flexibilität und Prioritätensetzung.

Gleichzeitig möchte ich Führungskräfte stärken und begleiten, damit sie ihre Teams sicher, empathisch und fachlich fundiert gut führen können.

Das braucht Balance: zwischen Struktur und Offenheit, zwischen Theorie und Praxis, zwischen Qualitätssicherung und echter Beziehungsarbeit.

Aber genau diese Mischung macht meinen Beruf so spannend – weil er nie stehen bleibt und immer Weiterentwicklung bedeutet.

Was sind deine Highlights in der Arbeit?

Meine Highlights sind jene Momente, in denen ich sehe, dass Bildung in unseren Einrichtungen sichtbar wird – mit Begeisterung, Neugier und der Freude der Kinder.

Wenn sich Kinder sichtbar wohlfühlen, Teams zusammenwachsen und pädagogische Qualität im Alltag spürbar wird, dann weiß ich: Das, was wir tun, wirkt.

Ich bin unglaublich stolz auf die Fachkompetenz, das Engagement und die Professionalität unserer Pädagog:innen in ganz Oberösterreich.

Sie begleiten Kinder mit Herz, Wissen und Haltung – und schaffen Tag für Tag Räume, in denen Bildung gelingt.

Diese Energie zu erleben und zu wissen, dass ich mit meiner Arbeit dazu beitragen kann, motiviert mich täglich.

Was ist das Besondere daran, bei den Familienzentren der OÖ-Kinderfreunde zu arbeiten?

Das Besondere ist die Haltung, die spürbar ist.

Bei uns steht das Kind im Mittelpunkt und Bildung wird als ganzheitlicher, lebendiger Prozess verstanden.

Ich finde mich in den Werten der Kinderfreunde wieder: Solidarität, Chancengleichheit, Gemeinschaft, Teilhabe und Respekt.

Hier arbeiten viele engagierte und fachkompetente Menschen, die dasselbe Ziel anstreben – Kinder in ihrer Entwicklung bestmöglich zu begleiten und in ihren Kompetenzen zu stärken.

Man spürt überall die Motivation, das Herzblut und die gemeinsame Überzeugung, dass Bildung Positives bewirken kann – für jedes einzelne Kind und für unsere Gesellschaft insgesamt.

Für mich ist das Besondere, dass ich hier nicht nur arbeite, sondern meine Haltung leben darf – fachlich fundiert, menschlich getragen und voller innerer Überzeugung geleitet.

Was möchtest du noch sagen?

Ich bin dankbar, Teil einer Organisation zu sein, die Haltung, Vertrauen und Menschlichkeit in den Mittelpunkt stellt.

Bei den Familienzentren GmbH. der OÖ-Kinderfreunde entsteht Qualität durch Beziehung – zwischen Menschen, Teams und Kindern.

Ich wünsche mir, dass wir als pädagogische Gemeinschaft weiterhin mutig, neugierig und offen bleiben – und die Freude am Lernen und Begleiten nie verlieren.

Denn am Ende geht es immer um Bildung, um Kinder und um die Menschen, die sie tagtäglich mit Herz und Kompetenz begleiten. Und genau dafür lohnt es sich, jeden Tag mit Überzeugung einzutreten.

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