Humor in der Pflege ist ganz wichtig

Stefanie Resch - Diplom Gesundheits- und Krankenpflegerin

Bild: Caritas OÖ

Stefanie Resch wollte schon immer in der Altenarbeit arbeiten. Als sie als 19-Jährige während ihrer Ausbildung zur diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegerin das erste Altenheimpraktikum im Caritas-Seniorenwohnhaus St. Anna gemacht hatte, wusste sie, dass sie hier später arbeiten wollte. Seit einem Jahr bereichert sie nun das Caritas-Team im Seniorenwohnhaus St. Anna als DGKP.

Wie sieht Dein Arbeitstag aus? Was sind Deine Aufgaben?

In der Früh beginnen wir mit der Körperpflege, der Medikamentenversorgung, dem Duschen oder Baden der BewohnerInnen, bereiten das Frühstück zu. Später wird zu Mittag gegessen, danach halten viele ein kleines Schläfchen. Am Nachmittag steht das Kaffeetrinken mit Tratschen und Spielen auf dem Programm. Nach dem Abendessen bringen wir die BewohnerInnen zu Bett, manche schauen noch fern.

Doch was die Arbeit ausmacht, ist viel mehr. Das Klischee, dass in der Altenarbeit nur Körperpflege gemacht wird, möchte ich aus der Welt schaffen! Denn das ist nicht so. Wir leben mit den BewohnerInnen den Alltag, wir feiern Feste miteinander, wir lachen und scherzen. Wir bauen eine Bindung und Beziehung zueinander auf. Die Arbeit in einem Altenheim ist so viel mehr als Körperpflege! Und deshalb liebe ich diesen Beruf.

Warum hast Du Dich für einen Sozialberuf entschieden?

Ich arbeite irrsinnig gerne mit Leuten zusammen. Ich weiß, das ist die Standardantwort für Leute im Sozialbereich (lacht). Aber mir ist wichtig, helfen zu können, etwas weitergeben zu können, unterstützen zu können.

Welche Ausbildung hast Du gemacht?

Ich habe die DGKP-Ausbildung gemacht und hab dann sofort in St. Anna begonnen.

Was sollte man für Deinen Job mitbringen?

Mitbringen sollte man auf jeden Fall Humor. Humor in der Pflege ist ganz wichtig. Genauso Empathie und Ehrlichkeit.

Was sind die Herausforderungen in Deinem Beruf?

Das Versterben von BewohnerInnen ist eine Herausforderung, weil man ja eine Bindung zu ihnen aufbaut.
Die körperliche Belastung wie Heben, Umsetzen oder Körperpflege ist natürlich auch anstrengend.

Was sind die Highlights in Deiner Arbeit?

Highlights sind auf jeden Fall die Feste und das Miteinander, das in St. Anna gelebt wird. Das war auch der Grund für meine Entscheidung für St. Anna: das gemeinsame Kaffeetrinken, das Witze machen, das Lachen: das macht es menschlich und den Spaß an der Arbeit.

Was gefällt Dir an Deiner Arbeit?

Ich schätze das gute Arbeitsklima hier. Ich denke, dass dafür vor allem drei Punkte wichtig sind:

  1. Ehrlichkeit
  2. Humor und gemeinsames Lachen
  3. Mit den BewohnerInnen gemeinsam etwas machen

Und ich schätze das gute Gefühl, wenn ich heimgehe. Auf dem Weg nach Hause, überlege ich zuerst, ob ich etwas liegen gelassen habe, denn ich vergesse oft, alles wieder einzupacken. Dann lass ich den Tag Revue passieren. Da denke ich oft, dass eigentlich eh alles gut gelaufen ist, da kann ich mir selbst auch mal auf die Schulter klopfen (lacht). Dann hoffe ich, dass zu Hause kein Chaos herrscht, denn ich habe grad zwei kleine Kätzchen… Danach kann ich gut abschalten.

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